Unterhaltsreinigung nach festem Plan

Die Unterhaltsreinigung hält Büros, Läden und Liegenschaften in festgelegten Abständen sauber, von täglich bis monatlich. Bis zu drei Reinigungsbetriebe aus Ihrer Region erhalten Ihre Anfrage und melden sich mit ihrer Offerte.

Ihre Postleitzahl steht dann schon im Formular.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Rhythmus von täglich bis monatlich
  • Eingangsbestätigung per E-Mail
Reinigungsfachmann schiebt einen Reinigungswagen durch den hellen Korridor eines Geschäftshauses

Kurz erklärt

Was ist eine Unterhaltsreinigung?

Definition
Die Unterhaltsreinigung umfasst regelmässig wiederkehrende Arbeiten: Schmutz und Abfall entfernen, Böden und Oberflächen pflegen (Gesamtarbeitsvertrag, Art. 4.1).
Rhythmus
In festgelegten Abständen, von täglich bis monatlich. Den Rhythmus wählen Sie im Formular, die Intervalle je Bereich legen Sie danach mit dem Betrieb fest.
Objekte
Büros, Läden und Praxen, in Liegenschaften Treppenhaus, Lift, Waschküche und Keller. In Haushalten heisst sie meist Wohnungsreinigung.
Abgrenzung
Gebäudereinigung ist der Oberbegriff. Bau-, Umzugs-, Storen- und Fassadenreinigung sind Spezialreinigungen, meist als Einzelauftrag.

Leistungsumfang

Was gehört zur Unterhaltsreinigung?

Zur Unterhaltsreinigung gehören das regelmässige Entfernen von Schmutz und Abfall und die Pflege von Böden und Oberflächen. Welche Räume und Bereiche dazugehören, wählen Sie im Formular.

Reinigungsfachfrau wischt den Türgriff einer Bürotür mit einem Mikrofasertuch
  1. Schmutz und Abfall

    • Böden gesaugt und feucht aufgenommen
    • Papierkörbe und Abfalleimer geleert
    • Staub auf freien Flächen und Möbeln
    • Spiegel und Glastüren
  2. Sanitär und Küche

    • WC, Lavabos und Armaturen
    • Abdeckung, Spüle und Fronten
    • Seife und Papier nachgefüllt
  3. Kontaktflächen

    • Türgriffe und Lichtschalter
    • Handläufe und Geländer
  4. Pflege von Böden

    • Spraypolieren mit der Einscheibenmaschine
    • Extrahieren und Shamponieren von Teppichen
    • Nachölen poröser Böden
  5. Fenster

    Als Nachricht an die Betriebe

    Sie zählen zur Unterhaltsreinigung, wenn sie zum Auftrag gehören und keine technischen Hilfsmittel brauchen. Alle anderen Fensterreinigungen sind Spezialreinigung.

  6. Räume und Bereiche

    Im Formular wählbar

    • Büros, Sitzungszimmer und Empfang
    • Küche oder Teeküche, Sanitär
    • Lager oder Werkstatt
    • Treppenhaus, Lift und Umgebung

Die Umschreibung folgt Art. 4.1 und 4.2 des Gesamtarbeitsvertrags, die einzelnen Arbeiten zeigen den üblichen Umfang. Was ein Betrieb übernimmt, steht in seiner Offerte.

Abgrenzung

Grundreinigung oder Unterhaltsreinigung?

Die Unterhaltsreinigung entfernt in festgelegten Abständen den laufend anfallenden Schmutz. Die Grundreinigung ist eine intensive Reinigung nach Bedarf: Sie entfernt alte Pflegefilme und sämtliche Schmutzrückstände.

Reinigungsarten laut dem Glossar «Terminologie der Reinigung»
ArtWas geschieht
UnterhaltsreinigungLaufend anfallenden Schmutz und Abfall entfernen, Böden und Oberflächen pflegen, in festgelegten Abständen
Sicht- oder KontrollreinigungDie wichtigsten Punkte im sichtbaren Bereich prüfen und bei Bedarf reinigen
ZwischenreinigungIntensivere, oft unregelmässige Arbeiten, die den Rahmen des Unterhalts sprengen
GrundreinigungAlte Pflegefilme und sämtliche Schmutzrückstände entfernen, nach Bedarf
BaureinigungGrobreinigung während oder nach dem Bau, Feinreinigung vor dem Bezug
SpezialreinigungNach besonderen Ereignissen wie Graffiti oder Brand, oder mit Spezialkenntnissen

Der Gesamtarbeitsvertrag zieht die Grenze bei den einzelnen Arbeiten. Spraypolieren, Extrahieren, Shamponieren und Nachölen zählen zur Unterhaltsreinigung. Erst- und Schutzbehandlungen und die Sanierung von Bodenbelägen zählen zur Spezialreinigung. Das gilt auch für die Baureinigung, die Umzugsreinigung, die Storenreinigung und die Fassadenreinigung.

Für die Grundreinigung nennen Anbieter als Anhaltswert ein- bis zweimal im Jahr. Soll die Offerte sie enthalten, schreiben Sie das ins Feld «Nachricht an die Betriebe».

Die Begriffe stammen aus dem Glossar «Terminologie der Reinigung» (Stand 2014). Daran haben die Verbände fmpro und Allpura und die ZHAW mitgearbeitet. Es hält auch fest, dass die Branche die Begriffe unterschiedlich verwendet. Fragen Sie deshalb nach, was ein Betrieb mit Grundreinigung meint.

Ablauf

Wie läuft die Unterhaltsreinigung ab?

Die Anfrage erfassen Sie in einem Formular. Der Betrieb, dessen Offerte Sie annehmen, wird Ihr Vertragspartner.

  1. Bereiche und Rhythmus erfassen

    Im Formular geben Sie Fläche und Bereiche an, dazu Rhythmus, Startdatum und die Zeiten, zu denen gereinigt werden darf.

  2. Begehung und Offerten

    Bis zu drei Reinigungsbetriebe aus Ihrer Region erhalten die Anfrage. Für eine verbindliche Offerte sehen sie sich das Objekt in der Regel vor Ort an.

  3. Reinigungsplan vereinbaren

    Mit dem gewählten Betrieb halten Sie je Bereich Arbeiten und Intervalle schriftlich fest. Das Leistungsverzeichnis wird Teil des Vertrags.

  4. Reinigen und kontrollieren

    Das Reinigungsteam arbeitet nach dem Plan. Journal und Begehungen zeigen, was erledigt ist und wo der Plan angepasst werden muss.

Offerten anfragen

Preis

Was kostet eine Unterhaltsreinigung?

Das hängt von den Stunden ab, die Ihr Reinigungsplan im Jahr ergibt. Betriebe offerieren dafür meist eine Monatspauschale oder einen Stundenansatz. Den Betrag für Ihr Objekt nennen die Offerten.

Reinigungsfachfrau saugt den Teppich im Gang eines Bürogeschosses
  1. Leistungsverzeichnis

    Das Verzeichnis hält Arbeiten und Intervalle je Bereich fest. Laut dem Glossar «Terminologie der Reinigung» ist es das Kernstück von Vertrag und Preisberechnung. Vergleichbar sind Offerten erst, wenn Bereiche und Intervalle übereinstimmen.

  2. Einsätze im Jahr

    Täglich von Montag bis Freitag sind es 260 Einsätze, dreimal pro Woche 156, wöchentlich 52, alle zwei Wochen 26. Ferienpausen sind nicht abgezogen.

  3. Flächenleistung

    Die Branche rechnet mit der Leistungszahl: Quadratmeter pro Stunde. Material und Oberfläche bestimmen laut SECO mit, wie leicht sich Schmutz entfernen lässt.

  4. Rüst- und Wegzeit

    Die Vorbereitung des Materials und die Wege zählen bei der Berechnung mit. Die Reisezeit von Kunde zu Kunde ist laut Gesamtarbeitsvertrag Arbeitszeit. Fragen Sie, ob die Offerte die Anfahrt enthält.

  5. Arbeiten auf Regie

    Leistungen auf Nachfrage rechnen Betriebe auf Stundenbasis ab, die Branche nennt das Regie. Klären Sie, ob Grundreinigung, Fenster und Verbrauchsmaterial in der Pauschale liegen.

  6. Zeitfenster

    Nacht- und Sonntagsarbeit verursachen Lohnzuschläge. Die Sätze des Gesamtarbeitsvertrags stehen bei der Gebäudereinigung.

Reinigungsplan

Was gehört in einen Reinigungsplan?

Der Reinigungsplan hält für ein Objekt fest, wann was wie und womit gereinigt wird. Je Bereich gehören die Arbeiten, das Intervall und die Verantwortung hinein, dazu besondere Bedingungen wie Zeitfenster und Schlüssel.

Im Vertrag steht das Leistungsverzeichnis. Laut dem Glossar «Terminologie der Reinigung» regelt es Tätigkeiten und Intervalle je Reinigungsgruppe: Räume mit gleichem Bodenbelag, gleichem Intervall und gleicher Methode.

Reinigungsplan für ein Büro: Beispiel mit üblichen Intervallen
BereichArbeitenIntervall
SanitärWC, Lavabos, Armaturen, Seife und Papiertäglich
Küche oder TeekücheAbdeckung, Spüle, Abfalltäglich
Empfang und EingangBoden, Theke, Glastürtäglich
Türgriffe und Schalterfeucht abwischentäglich
Büros und ArbeitsplätzePapierkörbe, freie Flächen, Bödentäglich, in kleinen Büros zwei- bis dreimal pro Woche
GrundreinigungBöden und schwer erreichbare Stellenein- bis zweimal pro Jahr

Ein Pflegeplan erfasst zusätzlich alle Materialien und Belagsarten eines Bereichs und bestimmt Methoden und Produkte. Ein Farbsystem grenzt die Reinigungs- und Hygienebereiche eines Gebäudes voneinander ab.

Die Seite zur Gebäudereinigung nennt Werte für Böden, Teppiche und Archive. Dort stehen auch die Pflichten nach der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz und der Inhalt des Vertrags.

Kontrolle

Wie lässt sich die Arbeit kontrollieren?

Mit einem Journal und mit Begehungen. Laut der Wegleitung des SECO lässt sich mit einem Instandhaltungsjournal die Qualitätskontrolle führen und die ausgeführte Arbeit protokollieren.

  1. Journal

    Es hält fest, welche Arbeit wann erledigt wurde. Springen eigene Mitarbeitende für die externe Firma ein, gehört es laut SECO zur Instruktion.

  2. Begehung

    Üblich sind Stichproben und ein Kontrollblatt vor Ort. Vereinbaren Sie, wie oft Sie mit dem Betrieb durch die Räume gehen.

  3. Tätigkeit oder Ergebnis

    Bei der tätigkeitsorientierten Reinigung legt der Plan das Intervall jeder Arbeit fest: Das Journal zeigt, ob sie gemacht ist. Bei der ergebnisorientierten Reinigung zählt der Sauberkeitsgrad: Das zeigt die Begehung.

  4. Objektleitung

    Der Gesamtarbeitsvertrag kennt Objektleiter und Vorarbeiterinnen: Reinigungskräfte mit zusätzlichen Führungs- und Kontrollaufgaben.

  5. Messung

    Für Messungen gibt es die europäische Norm EN 13549 zu Qualitätsmesssystemen bei Reinigungsdienstleistungen.

  6. Fragen an den Betrieb

    • Wer kontrolliert, und wie oft?
    • Wo wird das Journal geführt, und wer kann es einsehen?
    • Wo melden Sie Mängel, und bis wann wird nachgereinigt?
    • Wer reinigt bei Ferien oder Krankheit?

Liegenschaften

Was ist bei Liegenschaften anders?

In einer Liegenschaft betrifft die Unterhaltsreinigung die gemeinsamen Bereiche: Treppenhaus, Lift, Eingang, Waschküche und Keller. Wer reinigt, steht meist in der Hausordnung, wer die Kosten trägt, im Mietvertrag.

Reinigungsfachmann wischt die Waschmaschine in der Waschküche eines Mehrfamilienhauses

Für Treppenhaus, Kellergang und Hausgang ist in einem Wohnhaus meist der Hauswart zuständig. Gibt es keinen, übernehmen das die Mietparteien, wenn es im Mietvertrag steht (Informationsplattform des Kantons St. Gallen, Wer das Treppenhaus reinigen muss).

Laut der Hausordnung von Immobilien Basel-Stadt reinigt ohne Hauswartung jede Mietpartei wöchentlich die Treppe zu ihrer Wohnung. Maschinen und Waschküche reinigen die Mietparteien nach jedem Gebrauch. Halten Sie im Plan fest, was der Betrieb übernimmt und was bei den Mietparteien bleibt.

Übliche Intervalle in Wohnliegenschaften
BereichIntervall
Treppenhauswöchentlich, in kleinen Häusern alle zwei Wochen
Eingang und Liftwöchentlich
Waschküche und Trocknungsraumwöchentlich bis monatlich
Kellergang und Veloraummonatlich
Tiefgaragemonatlich bis vierteljährlich
Fenster im Treppenhausmonatlich bis vierteljährlich

Mieterinnen und Mieter zahlen Nebenkosten nur, wenn das besonders vereinbart ist (OR Art. 257a). Laut Mieterverband müssen sie im Mietvertrag detailliert aufgeführt sein, und unter Treppenhausreinigung fällt nur die Reinigung des Treppenhauses. Bitten Sie den Betrieb deshalb um getrennte Positionen für jeden Bereich.

Bei Stockwerkeigentum ist das Treppenhaus grundsätzlich eine gemeinschaftliche Anlage. Die Eigentümerinnen und Eigentümer tragen die Reinigungskosten anteilsmässig (ZGB Art. 712h).

Im Formular wählen Sie «Liegenschaft», dann die Treppenhausreinigung oder, mit Kontrollgängen und Umgebungspflege, die Hauswartung. Sie geben die Anzahl Wohnungen oder Einheiten und Gebäude an und wählen die Bereiche. Zeiten und Schlüssel notieren Sie als Nachricht an die Betriebe.

Fragen

Fragen zur Unterhaltsreinigung

Ist Unterhaltsreinigung dasselbe wie Gebäudereinigung?

Nein. Gebäudereinigung ist der Oberbegriff. Die Unterhaltsreinigung ist ihr wiederkehrender Teil, dazu kommen Einzelaufträge wie die Bau- oder die Fassadenreinigung.

Wie oft wird eine Unterhaltsreinigung gemacht?

In festgelegten Abständen, je nach Bereich. Üblich sind Sanitär und Küche täglich, das Treppenhaus wöchentlich und der Keller monatlich. Im Formular wählen Sie täglich, mehrmals pro Woche, wöchentlich, alle zwei Wochen oder monatlich.

Gehört die Fensterreinigung dazu?

Ja, wenn sie zum Auftrag gehört und keine technischen Hilfsmittel braucht. Alle anderen Fensterreinigungen zählen laut Gesamtarbeitsvertrag zur Spezialreinigung. Als technische Hilfsmittel nennt das SECO zum Beispiel Leitern und fahrbare Hebebühnen.

Was heissen Spraypolieren, Extrahieren und Nachölen?

Das sind Verfahren zur Pflege von Böden. Beim Spraypolieren bearbeitet eine Einscheibenmaschine den Boden mit einem Pflegeprodukt und ergänzt den Schutzfilm. Beim Extrahieren sprüht ein Gerät Wasser in einen meist textilen Belag und saugt das Schmutzwasser gleichzeitig ab. Beim Nachölen tränkt Öl poröse Beläge.

Reinigt immer dieselbe Person?

Das hängt von der Organisation ab. Im Reviersystem reinigt jede Person einen bestimmten Bereich. Im Kolonnensystem arbeitet eine Gruppe, und jede Person übernimmt einen Teil der Arbeit in verschiedenen Räumen. Fragen Sie den Betrieb, wie er Ihr Objekt einteilt.

Welche Ausbildung braucht das Reinigungspersonal?

Für die Unterhaltsreinigung setzt der Gesamtarbeitsvertrag keine voraus. Er unterscheidet aber zwei Stufen: Für Stufe II braucht es eine anerkannte Weiterbildung. Mit gesundheitsgefährdenden Reinigungsmitteln dürfen laut SECO nur instruierte Personen arbeiten.

Gibt es die Unterhaltsreinigung auch für Privathaushalte?

Ja. In Wohnungen und Häusern heisst die regelmässige Reinigung meist Wohnungsreinigung. Im Formular wählen Sie dafür «Privat» und geben die Zimmerzahl an.

An wie viele Betriebe geht die Anfrage?

An höchstens drei Reinigungsbetriebe aus Ihrer Region. Sie erhalten bis zu drei Offerten und vergeben den Auftrag direkt an den Betrieb Ihrer Wahl.

Unternehmen

Weitere Reinigungen für Unternehmen

Für jede dieser Leistungen fragt das Formular nach den passenden Angaben.