Reinigung von PV- und Solaranlagen
Die Reinigung von Solaranlagen entfernt Staub, Moos und Ablagerungen von Photovoltaikmodulen und Sonnenkollektoren. Nötig ist sie vor allem auf Ställen, in staubiger Umgebung und auf flachen Dächern. Sie beschreiben Anlage und Zugang. Bis zu drei Reinigungsbetriebe aus Ihrer Region erhalten die Anfrage und melden sich mit ihrer Offerte.
- Kostenlos und unverbindlich
- Zugang und Wunschtermin im Formular
- Eingangsbestätigung per E-Mail

Kurz erklärt
Muss man eine Solaranlage reinigen?
- Geneigtes Dach
- Meist nein. Normale Verschmutzung entfernt laut einem Leitfaden im Auftrag von EnergieSchweiz in der Regel der Niederschlag. Auch die Suva schreibt, eine Reinigung sei laut Herstellern in der Regel nicht erforderlich.
- Stall, Staub, Flachdach
- Hier oft ja. Auf Ställen, bei Betrieben nahe von Abbaugebieten und auf Dächern unter 10 Grad Neigung nennt derselbe Leitfaden eine regelmässige Reinigung empfehlenswert.
- Prüfen
- Schmutz auf dem Glas und der Ertrag im Monitoring zeigen, ob sich die Reinigung der PV-Anlage lohnt. Schatten oder ein Defekt können denselben Ertragsverlust auslösen.
- Wer reinigt
- Auf dem Dach eine Fachfirma mit Absturzsicherung, die Module werden dabei nicht betreten. Was Sie vom Boden aus selbst reinigen können, steht weiter unten.
Leistungsumfang
Was gehört zur Reinigung der Module?
Zur Reinigung einer Solaranlage gehören in der Regel das Modulglas und die Rahmen. Für die Photovoltaik-Reinigung nennt der Leitfaden im Auftrag von EnergieSchweiz Teleskopstangen mit Bürsten und demineralisiertes Wasser oder Regenwasser. Schreiben Sie ins Feld «Auftrag», welche Anlage gereinigt werden soll.

Flächen
- Modulglas der Photovoltaikanlage
- Rahmen mit Schmutzrand und Moos
- Glas von Sonnenkollektoren
Verschmutzung
- Staub und Pollen
- Laub und Vogelkot
- Moos und Flechten
- Staub aus Stall und Futter
Verfahren
- Teleskopstange mit weicher Bürste
- Demineralisiertes Wasser oder Regenwasser
- Ohne Hochdruck, ohne Betreten der Module
Standort des Teams
- Am Boden, wo die Stange hinreicht
- Auf Gerüst oder Hubarbeitsbühne
- Auf dem Dach mit Absturzsicherung
Nach Vereinbarung
Im Feld «Auftrag» nennen
- Sichtkontrolle von Modulen und Befestigung
- Bewuchs zwischen den Modulreihen
- Laub auf dem Dach und in der Dachrinne
Die Liste fasst zusammen, was der Leitfaden und Anbieter nennen. Was ein Betrieb übernimmt, steht in seiner Offerte. Schreiben Sie ins Feld «Auftrag» Anlage, Dach und Verschmutzung, zum Beispiel: 24 Module, rund 45 m², Ziegeldach, Stall in der Nähe. Stringprüfung, Stecker und Wechselrichter gehören laut Leitfaden zur Wartung, die Installationsfirmen und andere Fachfirmen anbieten. Für Hauswände und Dachrinnen gibt es die Fassadenreinigung, für Kontrollgänge rund ums Haus die Hauswartung.
Standort
Wo verschmutzen Module schneller?
Auf Ställen, nahe bei Staubquellen und auf flachen Dächern. Unter 10 Grad Neigung spült der Regen Module schlechter ab. Auf einem geneigten Dach ohne Stall oder Industrie in der Nähe reicht der Niederschlag meist.

| Lage | Was die Quellen sagen |
|---|---|
| Geneigtes Dach | Die Selbstreinigung durch Regen und Schnee nimmt laut Schweizerischer Vereinigung für Sonnenenergie (SSES Bern Solothurn) ab 10 Grad Neigung zu. Modulhersteller Meyer Burger nennt mehr als 20 Grad als günstig. |
| Flachdach unter 10 Grad | Der Leitfaden im Auftrag von EnergieSchweiz nennt hier deutliche Ertragseinbussen und eine regelmässige Reinigung. |
| Stall und Landwirtschaft | Staub aus Stall, Futter, Einstreu und Ernte haftet laut DLG-Merkblatt 414 (Deutschland) stark am heissen Glas, Regen trägt ihn meist nicht mehr ab. Hauptwindrichtung, Höhe der Abluft und Lage des Stalls haben grossen Einfluss. |
| Abbaugebiet, Industrie, Bahn | Der Leitfaden nennt Gewerbebetriebe nahe von Abbaugebieten, die SSES Abluft von Industrieanlagen. Die DLG ergänzt Kraftwerke und Bahntrassen. |
| Bäume in der Nähe | Sie bringen Laub und Pollen, dazu Schatten. Der Leitfaden führt Verschattung durch angrenzende Bäume als eigene Ursache für Ertragsverluste auf. Klären Sie dann zuerst den Rückschnitt. |
| Modulrahmen | Bei Alurahmen sammelt sich Schmutz laut SSES an der unteren Kante. Flechten und Moos am Rand schaden nicht, solange sie die Zellen frei lassen; bedecken sie die Zellen, sollten die Module gereinigt werden. |
Bei Vogelkot gehen die Angaben auseinander. Der Leitfaden zählt ihn zur normalen Verschmutzung, die der Niederschlag entfernt, die SSES nennt ihn deutlich widerstandsfähiger. Achten Sie bei der Sichtkontrolle deshalb auf einzelne Stellen.
Prüfen
Woran erkennt man verschmutzte Module?
An sichtbaren Ablagerungen auf dem Glas und an einem tieferen Ertrag im Monitoring. Hersteller REC empfiehlt die Reinigung, wenn Schmutz auf dem Glas deutlich erkennbar ist. Ein tieferer Ertrag kann auch von Schatten oder einem Defekt kommen.

- Sichtkontrolle: Schauen Sie vom Boden oder aus einem Fenster auf die Module, ohne aufs Dach zu steigen. Ein Anbieter nennt alle ein bis zwei Jahre und nach Sturm oder Hagel. Für die Kontrolle ohne Begehung nennt Swissolar Drohnen mit Wärmebildkamera.
- Monitoring: Es meldet laut Leitfaden Ertragsminderungen. Als Vergleich dienen Meteodaten der Region oder die Wechselrichter der einzelnen Modulstränge. Eine Referenzzelle taugt nur, wenn sie selbst sauber ist.
- Nachbaranlage: Der Vergleich mit benachbarten Anlagen gibt laut SSES Aufschluss, das Wetter fällt dabei laut DLG weitgehend weg. Beim Vergleich mit dem Vorjahr erschwert es die Aussage.
Verschattung, defekte Module und Wechselrichter meldet das Monitoring genauso. Lassen Sie diese Ursachen von der Installationsfirma ausschliessen, bevor Sie eine Reinigung anfragen.
Mehrertrag
Wie viel bringt die Reinigung?
Das hängt stark vom Standort ab. An einer Anlage der Berner Fachhochschule in Burgdorf lag der Reinigungserfolg im Mittel bei 6 % nach einem Monat und bei 2 % nach einem Jahr. Für Flachdächer und Ställe nennen andere Quellen mehr. Eine feste Zahl für jede Anlage gibt es nicht.
| Anlage | Wert und Quelle |
|---|---|
| Burgdorf BE | Reinigungserfolg, gemessen an der Performance Ratio: im Mittel 6 % nach einem Monat, 2 % nach einem Jahr. Reinigung alle vier Jahre, zehn Jahre Daten, rund 1000 mm Regen im Jahr (Berner Fachhochschule, 2022). |
| Flachdach, 5 Grad | 6 % mehr Ertrag, dauerhaft. Anlage mit 410 kWp in der Schweiz, 19 Monate Daten (CSEM, 2014). |
| Ställe in Deutschland | 10 bis 15 % Ertragsverlust, bei extremer Verschmutzung bis 30 % (DLG-Merkblatt 414, Stand 2016). Das Merkblatt nennt keine Einzelanlage. |
Rechnen Sie den möglichen Mehrertrag für Ihre Anlage aus: Kilowattstunden im Jahr, mal Prozent, mal Ihr Strompreis oder Rückliefertarif. Das Ergebnis vergleichen Sie mit dem Preis in den Offerten.
Module und Garantie
Was vertragen die Module?
Wasser und weiche Bürsten. Hochdruckreiniger schliessen viele Hersteller aus, Säuren und Laugen ebenso, das Betreten der Module erlauben nur wenige. Bei einem Verstoss kann die Garantie erlöschen. Massgebend ist die Anleitung Ihres Moduls, denn die Angaben der Hersteller unterscheiden sich.
| Thema | Angaben |
|---|---|
| Wasser | Der Leitfaden nennt nur demineralisiertes Wasser oder Regenwasser, Leitungswasser hinterlässt Kalkflecken. REC lässt Regen- oder Leitungswasser als Ersatz zu, wenn entmineralisiertes fehlt. |
| Bürste | Weiche Bürsten, Schwämme oder Mikrofasertücher. Scharfkantiges Werkzeug ist laut DLG bei allen Herstellern untersagt. Sand und starken Schmutz vorher mit viel Wasser lösen, sonst drohen Kratzer (Meyer Burger). |
| Hochdruck | REC und Meyer Burger schliessen Hochdruckreiniger aus, REC auch Dampfreiniger. Der Druck kann Rahmen, Laminat und Zellen schädigen und Wasser zwischen Glas und Rahmen drücken. Andere Hersteller nennen laut DLG einen Mindestabstand oder einen Höchstdruck. |
| Reinigungsmittel | Der Leitfaden schliesst sie aus, weil sie die Oberfläche angreifen und ins Gewässer gelangen können. REC erlaubt bei hartnäckigen Stellen ein mildes, biologisch abbaubares Spülmittel, Meyer Burger eine Seifenlösung, beide keine Säuren oder Laugen. |
| Temperatur | Module werden in der Sonne heiss, laut Suva bis ca. 70 °C. Zu kaltes Wasser kann Glas oder Zellen brechen (REC). Reinigen Sie deshalb frühmorgens, mit Wasser in Umgebungstemperatur. |
| Betreten | Swissolar warnt vor Mikrorissen, nur wenige Hersteller erlauben es. Auch zum Entfernen von Laub sind Module laut SSES nicht begehbar. |
| Algen und Moos | Herbizide und Biozide gegen Algen und Moose sind auf Dächern verboten (ChemRRV, Anhänge 2.4 und 2.5). Das gilt laut Kanton Freiburg auch für Essig, Salz und Javelwasser. |
Eine vom Hersteller nicht freigegebene Reinigung kann laut DLG im Schadenfall die Produkt- und die Leistungsgarantie kosten. Meyer Burger knüpft die Garantie an die Anleitung. Nennen Sie deshalb Marke und Modell in der Anfrage. Lassen Sie sich in der Offerte bestätigen, dass das Verfahren den Angaben des Herstellers entspricht.
Gewässerschutz
Wohin entwässert die Solaranlage?
Je nach Haus in eine Versickerung, in ein Gewässer oder in die Kanalisation. Davon hängt ab, was ins Wasser darf: Bei Versickerung oder Gewässer darf laut Kanton Thurgau nur mit Wasser gereinigt werden. Klären Sie den Anschluss vor der Arbeit.
Das Merkblatt des Kantons Thurgau vom April 2026 gilt für Photovoltaikanlagen und Sonnenkollektoren:
- Versickerung oder Gewässer: Nur Wasser, Reinigungsmittel und andere Zusätze sind verboten. Alternativ ein System, das das Wasser wieder aufnimmt.
- Misch- oder Schmutzabwasser zur Kläranlage: Hier können auch Reinigungsmittel eingesetzt werden. Prüfen Sie zusätzlich, was die Anleitung des Moduls erlaubt.
Verantwortung und Haftung für die Umwelt liegen laut Merkblatt beim Eigentümer. Wer Stoffe, die Wasser verunreinigen können, in ein Gewässer einbringt oder versickern lässt, verstösst gegen Art. 6 des Gewässerschutzgesetzes. Andere Kantone können es anders regeln. Fragen Sie bei Gemeinde oder Kanton nach, und halten Sie in der Offerte fest, ob Mittel eingesetzt werden. Beispiele für Fassaden stehen bei der Fassadenreinigung.
Ablauf
Wie läuft die PV-Reinigung ab?
Für die Anfrage brauchen Sie kein Konto. Den Auftrag vergeben Sie direkt an den Betrieb, dessen Offerte Sie annehmen.
Anfrage erfassen
Sie beschreiben Anlage, Dach und Verschmutzung, wählen den Zugang und nennen einen Wunschtermin.
Offerten vergleichen
Bis zu drei Reinigungsbetriebe aus Ihrer Region erhalten die Anfrage. Fragen Sie, ob der Betrieb die Anlage vorher ansieht.
Verfahren und Sicherheit
Lassen Sie sich Wasser, Bürste und Absturzsicherung in der Offerte nennen. Geben Sie dem Betrieb die Anleitung des Moduls und allfällige Pläne zur Absturzsicherung.
Reinigung und Vergleich
Lassen Sie sich Schäden an Modulen oder Steckern sofort melden. Danach vergleichen Sie den Ertrag im Monitoring.
Koordination
Offerten für Ihre Solaranlagenreinigung
Benjamin Gerber gibt Ihre Anfrage für die Reinigung der Solaranlage an bis zu drei Reinigungsbetriebe aus Ihrer Region weiter. Ändern sich Modulzahl, Zugang oder Wunschtermin, erhalten dieselben Betriebe die Änderung. Fragen zum Ablauf beantwortet er per E-Mail.

Preis
Was kostet eine PV-Reinigung?
Die Kosten hängen von Modulfläche, Zugang, Verschmutzung und Anfahrt ab. Anbieter und Vergleichsportale rechnen meist pro Quadratmeter, dazu kommen oft eine Grundpauschale und Fahrkosten. Den Betrag für Ihre Anlage nennen die Offerten.

Modulfläche
Anbieter und Vergleichsportale rechnen meist pro Quadratmeter, grosse Flächen kosten laut einem Portal weniger pro Quadratmeter. Die Fläche steht in den Unterlagen Ihrer Anlage, sonst nennen Sie die Anzahl Module.
Grundpauschale und Anfahrt
Vergleichsportale nennen eine Grundpauschale, dazu Fahrkosten pro Kilometer oder pauschal. Vergleichen Sie deshalb den Gesamtpreis.
Zugang und Höhe
Steildach, grosse Höhe, Gerüst oder Seilsicherung erhöhen den Aufwand. Ein Anbieter berechnet die Hebebühne bei Dächern über 25 Grad Neigung als eigenen Posten.
Verschmutzung und Verfahren
Anbieter nennen die Art des Schmutzes und die Reinigungsmethode als Preisfaktoren. Beschreiben Sie Staub, Moos oder Ablagerungen, und lassen Sie sich das Verfahren in der Offerte nennen.
Arbeit auf dem Dach
Wie sicher ist die Arbeit auf dem Dach?
Die Hauptgefahr ist der Absturz. Laut Suva sind auf Dächern mit Solaranlagen, auch bei der Instandhaltung, ab 2 m Absturzhöhe Massnahmen nötig. Bei Arbeiten unter zwei Personenarbeitstagen pro Dach gilt 3 m, bei Gleitgefahr wieder 2 m.
Weitere Punkte aus dem Merkblatt 44095 der Suva, erarbeitet mit Swissolar und Gebäudehülle Schweiz:
- Geländer vor Seil: Kollektivschutz wie Geländer, Seitenschutz oder Gerüst hat Vorrang, soweit technisch möglich. Kurze Arbeiten dürfen mit Anseilschutz ausgeführt werden, wenn Kollektivschutz nicht möglich oder zu gefährlich ist. Die Personen brauchen dafür nachweislich mindestens einen Tag Ausbildung.
- Durchbruch: Wellplatten aus Faserzement ohne tragfähiges Unterdach und Oblichter aus Kunststoff sind nicht durchbruchsicher. Solche Flächen brauchen Kollektivschutz, zum Beispiel ein Metallgitternetz.
- Asbest: Bei Dächern von vor 1990 ist mit Asbest zu rechnen, besonders bei Wellplatten aus Faserzement. Nennen Sie das Baujahr in der Anfrage.
- Strom: Photovoltaikanlagen erzeugen schon bei wenig Licht Gleichspannung, auch nach der Trennung vom Netz kann eine lebensgefährliche Spannung anliegen. Bei beschädigten Modulen besteht laut REC Stromschlaggefahr, nass ist sie höher. Stecker und Leitungen trennen nur geschulte und berechtigte Personen.
Fragen Sie den Betrieb, wie er Zugang und Absturzsicherung löst und ob seine Betriebshaftpflicht Arbeiten auf Dächern abdeckt. Die Suva empfiehlt beim Dachzugang einen Anlageplan zur Absturzsicherung; liegt er in Ihrer Dokumentation, geben Sie ihn weiter.
Selber reinigen
Solaranlage selber reinigen: geht das?
Vom Boden aus oft ja. Für die Reinigung auf dem Dach verlangt der Leitfaden im Auftrag von EnergieSchweiz eine Fachfirma, ein Steildach darf laut SSES nur mit Fachkenntnis und Sicherheitsausrüstung bestiegen werden. Wer eine Solaranlage oder ein Solarpanel in Reichweite reinigen will, braucht Wasser, eine weiche Bürste und kühle Module.
- Prüfen: Suchen Sie vor der Reinigung Risse, Schäden und lose Anschlüsse. Stimmt etwas nicht, brechen Sie ab und rufen die Installationsfirma.
- Zeitpunkt: Frühmorgens, wenn die Module noch kühl sind, mit Wasser in Umgebungstemperatur.
- Abspülen: Der Hersteller REC nennt einen Gartenschlauch mit normalem Haushaltsdruck. Das Wasser läuft von oben über die ganze Fläche ab.
- Bürsten: Hartnäckige Stellen wischen Sie sanft mit weichem Schwamm, Mikrofasertuch oder weicher Bürste, auch an einer Teleskopstange.
- Trocknen: Am besten trocknen die Module an der Luft. Mit Leitungswasser können Kalkflecken bleiben.
Die Anleitung Ihres Moduls geht vor. Fassen Sie Kabel und Stecker nicht an: Kabel mit beschädigter Isolation dürfen nicht fachkundige Personen laut SSES unter keinen Umständen berühren. Klären Sie auch beim Selberreinigen, wohin das Wasser läuft.
Solarthermie
Was gilt für Sonnenkollektoren?
Sonnenkollektoren müssen laut SSES Bern Solothurn grundsätzlich nicht gereinigt werden, weil Regen und Schnee die Verunreinigungen dank der Neigung entfernen. Bei exponierter Lage und sichtbar starker Verschmutzung rät sie zu einer spezialisierten Firma.
Bei der Solarthermie kommt gegenüber der Photovoltaik dazu:
- Hitze: Kollektoren und Wärmeträgerkreislauf werden laut Suva je nach Typ über 200 °C heiss, Photovoltaikmodule bis ca. 70 °C.
- Leitungen: Bei einer Leckage kann Solarflüssigkeit wie Propylenglykol oder Thermoöl austreten, Stillstand kann Dampf und Druck erzeugen.
Sträucher und Bäume, die Kollektoren beschatten, beeinflussen den Ertrag laut SSES wesentlich stärker als Schmutz. Schreiben Sie ins Feld «Auftrag», dass es um Kollektoren geht, und fragen Sie Hersteller oder Installationsfirma nach dem zulässigen Verfahren. Das Merkblatt des Kantons Thurgau zum Reinigungswasser gilt auch für Kollektoren.
Fragen
Fragen zur Reinigung von Solaranlagen
Was gehört ins Feld «Auftrag»?
Anlagentyp, Anzahl Module oder Fläche, Marke und Modell, Montage auf dem Dach oder am Boden, Dachform, Neigung und Gebäudehöhe, dazu die Art der Verschmutzung und das Baujahr des Dachs. Beim Zugang wählen Sie für eine Bodenanlage «ebenerdig», für ein Carport «bis etwa 3 m Höhe» und für das Hausdach «höher». Kennen Sie die Höhe nicht, wählen Sie «weiss nicht».
Wie oft muss eine PV-Anlage gereinigt werden?
Einen festen Rhythmus gibt es nicht. Swissolar sieht in einem Leitfaden zu Flachdächern für PV-Anlagen kein regelmässiges Intervall vor und rät, die Module nach Hagel zu kontrollieren. Anbieter und Vergleichsportale nennen meist alle zwei bis fünf Jahre. Für Ställe nennt die deutsche DLG oft zweimal im Jahr, nach der Blüte und nach der Ernte; dieselben Zeitpunkte nennt ein Schweizer Anbieter.
Schadet der Schmutz den Modulen?
Laut Hersteller REC schädigt Verschmutzung die Module nicht, sie kann aber die Leistung senken. Die SSES Bern Solothurn beschreibt dasselbe: Verschmutzte Module verlieren an Wirkungsgrad, die Zellen nutzen sich dabei nicht ab. Ein Anbieter warnt jedoch, dass stark verschattete Zellen heiss werden und Module dauerhaft schaden können. Achten Sie deshalb auf dicke Stellen wie Vogelkot.
Soll ich Schnee von den Modulen räumen?
Vom Dach aus nicht. Der Leitfaden im Auftrag von EnergieSchweiz rät davon ab: Privatpersonen haben meist keinen Anseilschutz, und Geräte können Module und Kabel beschädigen. Die SSES Bern Solothurn hält es für vertretbar, wenn es einfach vom Boden aus geht, ohne harte Gegenstände. Vereiste Module lassen Sie in Ruhe.
Installationsfirma oder Reinigungsbetrieb?
Beides kommt vor. Wartung bieten laut Leitfaden die Installationsfirma und andere Fachfirmen an, die Reinigung der Module können Sie separat anfragen. Prüfen Sie vorher, ob ein bestehender Wartungsvertrag sie schon enthält. Stringprüfung und Wechselrichter gehören zur Wartung.
Wie viele Offerten erhalte ich?
Bis zu drei. Ihre Anfrage geht an höchstens drei Reinigungsbetriebe aus Ihrer Region. Den Auftrag vergeben Sie direkt an den Betrieb Ihrer Wahl.
Spezialreinigung
Weitere Spezialreinigungen
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